Dienstag, 3. August 2010

Eldorado, Misiones

Wo bin ich eigentlich?

Eldorado ist eine große Kleinstadt am Fluß Paraná. Etwas mehr als 70.000Einwohner zählt diese 90 Jahre alte Stadt. Gegründet wurde sie 1919 von dem Deutschen Adolfo Julius Schwelm gegründet. Dieser verkaufte das Land an europäische Einwanderer aus Deutschland, der Schweiz, Dänemark und Polen.
Wirtschaftssektoren von Eldorado sind der Anbau von Yerbamate, Orangen und Grapefruit sowie die Holzindustrie.
Eldorado erstreckt sich vom Paraná ungefähr 14km ins Landesinnere, durch die sogenannte Avenida San Marín. Genau, auf KM9.5 wohne ich! Mit unzähligen Seiten – und Paralellstraßen und dem wunderbaren Viertel- und Einbahnstraßensystem ist es typisch argentinisch. Straßen, Wege und die Erde sind wunderbar rot, was einen sehr schönen Kontrast mit dem kräftigen Grün der Pflanzen ergibt.
Die Stadt ist ungefähr 100km von den Wasserfällen von Iguazú entfernt. Diese liegen am 3-Ländereck Brasilien-Paraguay-Argentinien. Für diese 100km braucht man im Bus jedoch schon 1.5-2h. Bis nach Posadas, der Provinzhauptstadt von Misiones, sind es ca 210km, für diese man 3.5-4h brauch. So nervig es auch ist im Bus zu sitzen, die wunderschöne Landschaft von Misiones macht es wieder gut!
Paraguay ist unmittelbarer Nachbar von Eldorado, vom Hafen kann man mit dem Boot über den Paraná nach Paraguay.
Von der Costanera, wo der Paraná entlangfließt, bis zum Ende der Av.San Martín sind diverse Einkaufs- und Geschäftsmöglichkeiten. Das eigentliche Zentrum befindet sich von KM 6-9. Man bekommt eigentlich alles! Vor allem Schuhe :-) … wie in allen Grenzgebieten ist auch das Angebot der billiger hergestellten Waren aus Paraguay groß.

Montag, 2. August 2010

Esteros de Iberá, Corrientes

So,
wer sucht, der findet.
Hier ein Bericht über die Sumpfgebiete von Iberá, wie ich es selbst nicht hätte besser schreiben können.

Esteros de Iberá

Was ich dem noch hinzuzufügen habe:

Wir durften hier aus Eldorado schon morgens um 4 mit dem Bus richtung Posadas fahren. Dort holte man uns mit einem Camioneta ab.
Anfangs war ich von diesem Erdweg begeistert, danach wollte ich eigentlich nurnoch in Carlos Pellegrini ankommen. Doch dieser wunderbare Erdweg zog sich 3 Stunden hin und danach schmerzte mein Beckenknochen vom Sicherheitsgurt ordentlich.
Ab und an blieb unser Auto einfach im Dreck stecken. Auch mutige Motorradfahrer fuhren richtung Pelligrini.
Kühe gabs so weiiiit das Auge reichte. In Deutschland wäre es ein Skandal würden die einfach auf der Landstraße stehen. Hier scheint es normal zu sein.
Nach insgesamt 9h Reise für ca 400km kamen wir doch endlich an.

Tag 1:
Mittagessen und schon gings los Bootfahren! Jippy! Ich dachte man würde nur ab und zu Krokodile sehen! ABER DIE WAREN ÜÜÜBERALL .... Die haben sich fein gesonnt. Mit dem Boot sind wir ganz nah herangefahren. So nah, dass ich Lust hatte sie anzufassen, doch der Reiseleiter meinte ich soll das doch besser lassen. So fuhren wir dann ein paar Stunden in der Lagune rum. Wasserschweine, Vögel, Krokodile ... Touristen .. alles konnte man beobachten.
Gut, dass unser Bootsfahrer Mate dabeihatte !!! Haha
Dieser war auch so nett, sooooo nah an diese rieeeeeeesigen Spinnennetze ranzufahren, dass ich ein wunderbares Foto machen konnte.Stunden danach hatte ich noch Angst, dass mir eine Spinne auf der Schulter sitzt. Diese Spinnenfäden waren wirklich wie richtige Fäden. Beeindruckend und ekelhaft zugleich!
Im Hotel saß dann doch tatsächlich eine Eule vor unserem Zimmer. Wir hielten sie für aggressiv, dabei hatte sie nur hunger und ist eigentlich ganz zahm. Sie bekommt immer etwas zu essen.
Fehlten also nurnoch die mir versprochenen Affen!!

Tag 2:
Jetzt waren die Affen dran!
Doch die hatten am Morgen noch nicht so wirklich Lust sich sehen zu lassen, also sind wir völlig unnötig durch den Wald gelaufen.
Aber lustig war es trotzdem, immerhin, wie das in einem Sumpfgebiet so ist, ist überall matschig. Oh da hatten wir Spaß, während wir uns dreckig machten und regelmäßig steckenblieben!
Zu sehen waren Rehe, Vögel und Wasserschweine, welche die Ruhe weghatten und sich beim Fressen nich stören ließen.
Zum Mittagessen waren wir wieder im Hotel.
Dann war nochmal eine Runde Bootfahren angesagt. Diesmal der andere Teil der Lagune, der komischerweise eine ganz andere Vegetation hat und aufgrund dessen viel trockener wirkt.Krokodile und Vögel .. die ein oder andere Boa ...
und wo sind meine Äffchen???!!!

Die guten Äffchen sind Victor und ich dann noch am späten Nachmittag besuchen gegangen. Und diesmal waren sie auch zu sehen, sooo fein wie sich gefuttert haben. Etwas unschön war allerdings, dass sie anscheinend nicht so viel Lust auf die Touris hatten, denn nacheinander kamen sie und haben ihr Geschäft über unserm Weg verrichtet.
Egal, ich liebe sie trotzdem :-)

Freitag, 30. Juli 2010

Chaco


Der Gran Chaco ist im Allgemeinen eine Region im Inneren Südamerikas, geprägt durch Trockenwälder und Dornbuschsavannen. Er umfasst den Norden von Argentinien, den westlichen Teil von Paraguay und den Südosten von Bolivien. Seine Ostgrenze bilden die Flüsse Río Paraná und Río Paraguay, während sich seine Westgrenze von Nord nach Süd etwa von Santa Cruz de la Sierra (Bolivien) über Santiago del Estero (Argentinien) bis nach Córdoba erstreckt.

Chaco ist außerdem eine Provinz im Norden von Argentinien an der Grenze zu Paraguay.
Die Hauptstadt der Provinz ist Resistencia am Río Paraná gegenüber der Stadt Corrientes. Die beiden Städte werden von der Brücke General Belgrano verbunden, sehr schön diese an einem kühlen Wintervormittag zu überqueren.


Es gibt eine Reihe von exotischen Tieren, wie Krokodile, Affen, Taranteln und eine Vielzahl von Schlangen, wie Boas, Anakondas und Klapperschlangen.
Die subtropische Landwirtschaft umfasst Baumwolle, Tabak und Soja. Ebenfalls ist die Forstwirtschaft von Bedeutung.

Der Gran Chaco ist vor allem im Norden und Westen ein sehr dünn besiedeltes Gebiet, das sich nur bedingt als Weideland nutzen lässt. Im Süden, im argentinischen Teil, ist die Besiedlung deutlich dichter. Charakteristisch für das Gebiet sind die so genannten Jesuitenreduktionen. Im Umkreis dieser Missionsstationen sind in der Vergangenheit Guarani-Indianer christianisiert und angesiedelt worden. Auch viele deutschstämmige Mennoniten haben sich im Gran Chaco angesiedelt.

Chaco ist ein Quechua Wort für Jagd oder jagen, was die Hauptquelle der Ernährung der Ureinwohner vor der spanischen Kolonisation Amerikas war. Viele Indianerstämme (Guaraní, Toba, Wichí und andere) haben in der Region überlebt und haben bedeutende Gemeinschaften in der Chaco Provinz, ähnlich wie in Formosa.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gab es viele Auseinandersetzungen zwischen Argentinien und Paraguy in der Region des Gran Chaco, bekannt unter dem Namen Krieg der Triple Allianz. Die gegenwärtige internationale Teilung des Gran Chaco geht auf das Jahr 1884 zurück, aber erst 1951 spaltete sich Formaosa von Chaco ab, erkannte die gegenwärtige Teilung an und erlangte den Status einer Provinz.



Die Straßen in Chaco bestehen eigentlich nur aus Erde. Grauer Erde. Macht einen sehr tristen Eindruck. Auf dem Land sieht man immer wieder kleine Steinhütten, die nur aus einem Raum bestehen. Die Provinz an sich ist relativ arm.

So, was führte mich nach Chaco?

Ein Geburtstag.

Wie ein guter Argentinsicher Geburtstag nunmal so ist, macht man ein leckeres Asado.
Als wir ankamen, erwartete uns auch schon eine Kuh und ein Schwein, natürlich schon geschalchtet.
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen nicht aufzufallen, aber schon als wir aus dem Auto aussteigen und eine kleine Feuerstelle mit einem Kessel in Sicht war musste ich natürlich meine neugierige Nase da hineinstecken.
Was entdeckte ich? - Einen Schweinekopf!
Sofort holte ich meine Kamera und begann Fotos zu machen.


Ich entdecke die aufgehangene Kuh, ein paar Reste des Schweins.
Und schon hatte ich hunger. Alle begrüßten uns und dann sah ich weiter zu, wie die hauseigenen Würstchen gemacht wurden.
Wir brachten das ganze Fleisch (40kg) zum Fleischer um es durch den Fleischwolf zu jagen.
Am nächsten Tag pressten wir dann alles in den Darm hinein. Geekelt hatte mich an der Sache nichts. Sogar den Kuhkopf habe ich gefunden!

Dieser wurde im Ofen zubereitet. Sehr zartes Fleisch, war nicht so mein Fall.

Desweiteren wurde getanzt bei Musikbegleitung.
Eine ganz andere Art seinen Geburtstag zu feiern.
Ich hatte die Ehre Chamamé zu tanzen, mein Ziel war es einfach niemandem auf die Füße zu treten. Das war peinlich.

Es war eine wunderbare Erfahrung ein Wochenende durch Asado zu essen, zu sehen wie man Würstchen macht und einmal in einem kleinen Dorf zu sein, in dem es statt roter Erde graue gibt.
Auch wenn die Leute aus diesem Dorf nur 2 mal am Tag die Gelegenheit haben das Dorf mit einem Bus zu verlassen, leben tut es sich trotzdem! Und das in einer sehr angenehmen Atmosphäre! Leider habe ich bei einem Spaziergang nicht herausgefunden, wo die 10.000 Einwohner wohnen.
Aber gelegentlich, was sehr interessant war, sah man Leute mit indianischen Gesichtszügen!!

Umbau

Liebe Leserschaft,

es gibt immer etwas, das man verbessern kann.
Und so werde ich mich die nächsten um eine Neugestaltung meines Blogs kümmern.

Interaktiver, informativer !

Als kleiner Vorgeschmack:

Montag, 8. März 2010

Endlich mal wieder ein sinnvoller Post!

So meine Lieben, der Moment auf den ihr alle vielleicht gewartet habt ist mal wieder gekommen, ich schreibe einen sinnvollen Blogeintrag!

Also viel ist passiert.

1.) Ich bin umgezogen
2.) Dezember - März waren Sommerferien
3.) Februar war ich Reisen mit Sandra und Victor
4.) Wie gehts weiter?


1.) So, also ich wohne jetzt ca 200mts. von der Fundacion, an der (glaube ich) längesten Avenida der Welt! Da habe ich ein wenig mehr Ruhe, zahle weniger und werde nicht mehr zu tiefst bemuttert.
Leider fehlt bisher Internet. Oder besser gesagt bin ich zu faul mir das Passwort für WiFi beim Motorradhändler, der Deutscher ist, zu holen. Aber irgendwann schaffe ich das bestimmt auch noch.

2.) Es waren Sommerferien. D.h. dass in der Fundacion auch kaum Arbeit war. Dann durfte ich halt viiieeele Übersetzungen schreiben und weiss schonmal, dass ich das nicht mein Leben lang machen will, das macht einen tierisch verrückt.
Es gab von der Deutschlehrerausbildung auch Ordner zu korrigieren ... díos mio! Das war wirklich Arbeit. Arme Lehrer zuhause :-) ... lose Blätter , keine Namen, unsortiert. Die harte Realität des Lehrerseins!
Des Weiteren haben wir unsere Zeit damit überbrückt, dass wir vormittags in Kinderheimen waren.
Die Kleinen wurden jeden Morgen aus den Armenvierteln geholt und Mittags wieder zurückgebracht.
Der Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück, danach haben wir alle fleissig gespielt und gegen 11 Uhr gings ab in die PILETAAAS ... Planschbecken. Die Kinder waren so tierisch begeistert, das wurde jedesmal richtig gefeiert und wir Freiwilligen wurden immer nass.
Aber auch die Chefin blieb nicht verschont ! hehe.
Im Anschluss gabs noch ein leckeres Mittagessen, dass von Müttern gekocht wurde.
An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal herzlich bei allen bedanken, die etwas Geld gespendet haben!
Bei Interesse werde ich auch gerne ausführlicher über die Erfahrungen mit den Kindern schreiben. Bzw werde sowieso noch einen Bericht für die Website der Fundacion schreiben müssen und für das GI.
Die Dankbarkeit der Kinder für das, was ihnen ermöglicht wurde in ihren Ferien war ganz deutlich an ihren Augen und dem Spaß den sie hatten abzulesen.
Da noch Geld übrig geblieben ist werden wir das in die Sanierung des Armenviertels und vor allem in den Aufbau der dortigen Schule stecken!!!!

3.) Die Reise mit Sandra und Victor war ein tieeerischer Spaß. Los gings von Eldorado nach Salta (Nordwesten) von Salta aus gings nach San Salvador de Jujuy. Dort machten wir einen Ausflug zu den Saldinas Grandes (Salzseen) wunderschön! Man hatte das Gefühl, als hätte es gescheint! Vor allem weil sich die Berger wunderschön hinter den Salzseen erstreckten und Schneegipfel hatten. Sonnenbrille ausziehen war eine doofe Idee.
Sehr schön hatten wir uns dann mit Salz eingesaut, weswegen wir einige Schuhe und Klamotten auch wegwerfen konnten. Schwer interessant war für mich, wie sich die Bevölkerung verändert. Man hätte meinen können, wir wären in Peru oder Ecuador.
Von Jujuy fuhren wir weiter nach Mendoza, dort schlugen wir größte Zeit einfach tot und machten an einem Tag eine Weintour, bei der ich erneut feststellte, dass Wein einfach Kopfschmerzen macht und nicht schmeckt, mir zumindest.
Von Mendoza fuhren wir nachts durch die Anden nach Santiago de Chile.
Gegen 4 Uhr wurden wir aus dem Bus geholt und durften uns wie am Flughafen hinstellen, damit unser Gepäck durchleuchtet werden konnte.
Sehr streng die Chilenen.

Santiago de Chile war ganz nett. Hervorragend, wenn man ankommt und erstmal die Preise sieht. 620Pesos für Kekse, WIE BITTE :D?!?! - Wechselkurs 1€ - 730 ch$
Die Atmosphäre in Santiago war sehr europäisch, so wie eigentlich in jeder Großstadt hier ... weiss ja jeder wo das herkommt.
VOn Santiago fuhren wir nach Valparaiso und besuchten dort ein paar Tage meinen lieben Schulkameraden Robin, der einige Monate in einem Hostel arbeitet.
Wir verbrachten die Tage am Strand, mit Bootstour, sahen Seehunde, Militärschiffe, das Haus von Neruda und eine Menge bunte Häuser.
Von Valparaiso gings nach Cordoba.
Von Cordoba nach Buenos Aires.
In Bs As hatten wir noch einmal ein wunderschönes Wochenende mit einem All you can eat Asado ...
Als ich mich dann von Sandra verabschiedete war ich schwer traurig! Wir haben so viel zusammen erlebt und haben uns nicht nur verstanden, weil wir in der selben Situation steckten, sondern weil die Chemie einfach stimmte. Vielen Dank für die gute Zeit.
Auf der Reise hatte ich oft tieeerisch Heimweh, das gebe ich zu.
Mittlerweile geht es aber wieder. Als ich in Eldorado ausgestiegen bin und diese leckere feuchttropische Luft einatmete wusste ich, dass ich auch hier zuhause bin.

4.) Wie gehts weiter?
Die Ferien sind seit 2 Wochen zuende.
Normalität ist wieder eingekehrt. Ich werde wenn sich die Stundenpläne in der Familiar geregelt haben dort 2-3 mal die Woche eventuell wieder mit in die Klasse gehen.
In der Fundacion erwarten mich die alten Aufgaben: Übersetzungen, Korrekturen, Ausstellungen, Mate machen, Terere trinken, Unterrichtsmaterial basteln usw

Mittwoch, 23. Dezember 2009

Feliz Navidad

Feliz Navidad a ustedes!

Fröhliche Weihnachten, jetzt schon, an euch alle.

Brauche wieder Urlaub und bin deswegen mit Sandrex über Weihnachten in Buenos Aires!


Frohes Fest :)

*Sonnenbriller aufsetzt*

Freitag, 18. Dezember 2009

Die Neuen, Villa General Belgrano - Capital de la Cerveza y Córdoba

Es ist schon wieder ganz schön spät.
Aber so läuft das hier immer, wenn man schön seine Siesta schläft.

Sandra oder auch Sandrex und ich haben gerade unser Projekt Weihnachtsbäckerei für heute beendet. Wir wollen vielen hier was schenken, was von Herzen kommt und Deutsch ist. Ja, alles ohne Mixer, ein Glück, dass ich wenigstens eins kann: backen!

Kurz zu dieser Woche: Blanca ist in Buenos Aires, das erklärt alles. Hier ist so übel gechillt! Jetzt am Wochenende kommen wieder Antonia und Victor um das Wochenende hier bei uns zu verbringen und nicht am Rande der Zivilisation. :) KM 18 JAJA"

Womit ich beim Thema "Die Neuen" wäre.
Antonia und Victor sind 2 weltwärts-Freiwillige und total gut drauf. Wir machen total viel zusammen und kommen also auch prima aus.
Sandrex ist die Freiwillige, die jetzt schon ein Monat da ist und mit mir bei Blanca wohnt.
In ihr habe ich meine argentinisch-deutsche Schwester gefunden.
Und so gehen wir dann halt auch immer alles gemeinsam machen jaja ! Und wenn wir mitten in der Nacht noch Lust haben weg zu gehen. Was hier durchaus möglich ist, nicht so wie in Deutschland :)
Sie ist 25, die anderen beiden so wie ich.
Wir haben uns jetzt eisern vorgenommen 3x die Woche ins Fight Do zu gehen.
Auch wenn wir uns am Mittwoch total blöde angestellt haben, haha xD.
Schaut euch einfach mal ein paar Promovideos auf Youtube zu Fight Do an und stellt euch vor wie 4 Deutsche die keine Ahnung von haben fröhlich drin rumspringen.
Was ich eigentlich wirklich gerafft habe war in die Luft boxen jaja.

Villa General Belgrano - Capital de la Cerveza


Weiter gehts, meine 2 Wochen in Villa General Belgrano.
Mein Eindruck, eigentlich ein nettes Kaff. Wirkt sehr Deutsch, was am Deutschen Ursprung liegen muss.
Sehr touristisch angelegt, das gefällt mir weniger, dementsprechend auch die Preise.
Oktoberfest ist dort bestimmt ganz witzig.... aber naja das Bier nicht :)
Trotzdem total schönes Örtchen.
Alta Gracia - Museo del Che Ein weiterer Lebenswunsch ging mit dem Besuch des Che Guevara Museums in Erfüllung.
Doch damit brach auch gleichzeitig eine Welt für mich zusammen.
Verkommerzialisierung nimmt jeglichen Zauber aller Legenden und Helden.
Habe mir ein Tshirt gekauft, welches ich dann mal in meiner nicht vorhandenen Wohnung mit samt aller Argentinienfotos an die Wand hängen werde.
Doch musste sich der Verkäufer auf eine Grundsatzdiskussion einlassen. Geht halt mit mir nie ohne.
Fande es unverschämt über Ernestos berühmten Kopf "Museo del Che - Alta Gracia" zu schreiben.
Jedoch hat der Mann an sich seinen Zauber nicht verloren.
Mich hat oft einfach der Gedanke mit Freude und Bewunderung erfüllt, als ich wusste, hier ist das Idol mal gewesen. Oder womit ich zum nächsten Thema komme, in Córdoba hat er studiert.

Unser freies Wochenende zwischen dem Campamento der Kinder und unserem Zwischenseminar haben wir in Córdoba verbracht.
Erinnert sehr an Spanien, hat mir gut gefallen!
Altersdurchschnitt: jung, weil viele Studenten :) ... gute Atmosphäre! Nicht so irre wie in Buenos Aires.
War mit Lotta,Karen und Alina dort, andere Kulturweitfreiwillige. Grüße an der Stelle an euch, die 2 Wochen mit euch waren top! Und ich freu mich, dass Lotta verlängert hat und wir somit noch öfter Spaß haben jaja ! 2 Blondinnen ! Muhar. Schade, dass Alina und Karen im Februar gehen. Alles Gute euch!


Campamento.

Ich könnte viele Gründe aufführen, warum die Schüler aus Argentinien, Uruguay und Paraguay einfach der Hammer waren und nicht mit den deutschen Schülern zu vergleichen sind.
Als Gründe führe ich mal zwei auf:
Alle kamen meist aus humilden Verhältnissen (Kriterium um in die nähere Wahl zu kommen)
und ein anderer ist, dass generell ein anderes Menschenverhältniss herrscht (offen und umgänglich)
So kam es, dass alle total schnell miteinander warm geworden sind. Es entstand auch kein Neid, weil einer aus der Musikgruppe kein Schauspieler sein durfte.
Im Campamento des Goethe Institutes haben die Kinder einen Film gedreht: "Por qué Alemán?"
Bin gespannt wann der mal irgendwo zu sehen ist :)
Ich war nur von dieser Euphorie, der Arbeitsmoral und dem Teamgeist einfach begeistert! Lag wohl daran, dass ich immer an den PU bei uns in der Schule denken musste, wo keiner Lust zu hatte.
Die Kiddies waren auch total geil drauf. Habe so ein gutes Verhältnis zu meinem Schüler und auch den anderen aufgebaut, dass ich die aus Paraguay schon vermisse !!!!! Ahhhh :(
Aber auch die Tucumaner
Alle.

Auf jeden Fall war das Campamento ein Erfolg!
Gratulation an das GI , find es super, dass die Schüler die Möglichkeit bekommen.
Auch wenn es zu Tränen und Verlusten der ersten Große Liebe bei manchen geführt hat!
Das hat sogar mir das Herz gebrochen, als einer der Jungs einfach angefangen hat zu heulen, weil sie wieder nach Hause gehen mussten und er das Mädl wahrscheinlich nicht wieder sehen wird.
Auch mein Schüler war traurig, aber ich glaube um den habe ich mich noch ganz gut gekümmert! :-) soy profesora y amiga.

Kurze Worte zur Unterkunft.
Ein kleines Stück vom Centro weg, aber nahe am Terminal de Omnibus gelegen. Sehr schön von einem Holländer geführt und es gab geiles Essen, deswegen brauche ich jetzt Sport. Einmal gabs Spätzle =D da habe ich gleich für 3 Tage gegessen und habe Papas Essen vermisst :o

Zum Zwischenseminar .... kamen dann noch andere Freiwillige, aus Chile Paraguay und Argentinien. Danke für die gute Zeit mit euch! Buena Onda!
Danke auch an Kati und Sandra die Teamerinnen. Hatte nicht so Lust drauf, aber war letzendlich echt geil :)

Wow, ich glaube so viele Worte habe ich heute noch nicht auf Deutsch gedacht oder ausgesprochen!

Obwohl ich nur unter Deutschen war heute jaja.
Haben heute alle gemeinsam Spansich gelernt.
Und weil die anderen 3 das noch besser lernen müssen gibts jetzt nurnoch Spansich unter uns.
WEr mehr als 3 Wörter auf Deutsch spricht Zahlt in die Wochenendkasse !
Das gibts auch nur zwischen mir und Sandra, wer am Ende der Woche mehr Striche auf der Liste hat zahlt das Cafe sonntags :) .... Bisher gleichstand!

Was ich die Woche gelernt habe:
- Auch Argentinier bekommen Sonnenbrand!
- Wir Deutschen haben immer angefangen zu tanzen und waren die letzten die aus der Disko kamen
- Halb Eldorado kenne ich schon haha
- Gaaaannnz viele Songtexte :)
- dass mich die Black Eyed Peas an Argentinien erinnern werden!
- Am besten nicht zu früh ins Bett gehen (nicht vor 2 Uhr) sonst verschlafe ich immer
- Dass meine Argentinischen Freunde keine Rücksicht mehr auf mich nehmen wenn sie reden und das auch gar nicht mehr müssen haha
- Nie wieder zu Pizza Miraflor
- Dass ich hier in den meisten Familien meiner Leute schon zur Familie gehöre.

Dienstag, 24. November 2009

Meine Tätigkeiten.

So nach einiger Zeit im Land meiner Träume sollte ich nun doch endlich mal von meinen Aufgaben erzählen.
Zumal sich jetzt endlich alles zu organisieren scheint. War einfach viel los in letzter Zeit, gut jetzt auch.
Wie man gemerkt hat, bin ich kaum noch online etc pp.

Also.

Horario: 8 - 12 und 15 - 19 Uhr (variiert)

Morgends bin ich überwiegend in der Fundación!
Was ich da mache:

- Inventar schreiben
- Lehrmittelbestellungen
- Mir Sachen zum Basteln einfallen lassen (+ am Nachmittag, oder am Morgen mit den Schülern basteln)
- Ausstellungen vorbereiten
- Viele Listen schreiben
- Ständig renn ich zum Fotocop. um Kopien machen zu lassen. Sind schon meine Freunde da, jaja, wenn ich komm gibts Arbeit.
- Mittags oder morgens bin ich auch mal mit im Unterricht und helfe oder unterhalte mich einfach nur mit den Schülern.
- usw usw. (glaube das reicht für einen Einblick)

Was mache ich, wenn ich nicht in der Fundación bin?

- Instituto Familar, bisher gibt es 2 Deutschklassen. Ich helfe der Deutschlehrerin Eleonora immer. Entweder bereite ich etwas vor, wir beraten uns vorher oder ich komme einfach mit, setzt mich rein und helfe denen dann bei ihren Aufgaben.

- Vergangene Woche war ich jeden Nachmittag im Museum um die Ausstellung bezüglich 20 Jahre Mauerfall zu betreuen. Interesse war nicht sehr groß, aber por lo menos kam eine Schulklasse, der ich bisschen was erklären konnte. Liebe Leute waren das.

- Wie man vielleicht irgendwo lesen konnte, bin ich manches Mal auch schon im Armenviertel gewesen. Bzw an der dortigen Schule, dessen Lehrerin bei mir direkt um die Ecke wohnt. Dort haben wir Spenden aus Deutschland verteilt. Zustände herrschen da ... das bricht einem das Herz.

- Da jetzt bald Ferien sind, werden wir wohl organisieren, dass ich mich ein wenig um eine Gruppe von komplizierten Jugendlichen kümmere. Das würde mich sehr freuen.


Wie man sieht, ein breites Aufgabenspektrum. Kulturell und sozial. Ich finds prima :-)

Für alle die es noch nicht gemerkt haben, ich habe außerdem mein Fotoalbum neu strukturiert. Es gibt jetzt neue Ordner und neue Bilder.

Dass ich nicht oft online bin liegt daran, dass ich mir das Internet größtenteils abgewöhnt habe. Das ist ein richtig befreiendes und erleichterndes Gefühl :-) rate ich jedem seinen Internetkonsum zu minimieren :)

So.
Zeit fürs Bettchen. (Ist wirklich ein Bettchen, urrrbequem, aber meine Beine sind zu lang. Oder die Latinos alle zu klein)

Montag, 16. November 2009

Angepasst.

- Pünktlich ist man nur, wenn man 15min zu spät (aus dt.Sicht) kommt.

- Siesta von 12.20 - 16.30 (für mich nicht, da meine beiden Cheffinnen dt. Abstammung sind :-( )

- Wenn man morgens um 6 aus der Disco kommt, trifft man mind. 1 Mutter die auf dem Weg zur Arbeit ist.

- Vor 2 Uhr geht man nicht in die Disco.

- Wenn man erst zum Mittagessen aufsteht macht man danach totzdem Siesta.

- In Argentinien muss man zumindest immer alles probieren.

- "después" - später,danach, .... oder nie :]

- Optimale Wassertemp. für einen leckeren Yerba Mate 70°C

- Als Frau wird auf einen aufgepasst! Das macht die Frau nicht selber.

- Daraus folgt, wenn man aufs Klo geht meldet man sich ab und bekommt trotzdem eine Sms ob man dort angekommen ist. (Schlimmer als Mami!)

Zum Schluss:

- Ein "ich kann/ich will nicht tanzen" gibt es nich. Zumindest nicht für die Leute mit denen man unterwegs ist. Widerstand ist zwecklos.

- Tanzen ist das lateinamerikanische Lebensgefühl es geht nicht ohne!

Sonntag, 1. November 2009

So isses




isch die beschde. (:
auch, wenn es oft meinungsverschiedenheiten gibt. aber anders wärs ja langweilig.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Verlängerung

Aus einem halben Jahr, wird jetzt ein ganzes Jahr!

Auch wenn man manchen damit auf die Füße tritt, aber diese Möglichkeit habe ich nie wieder.

Für nicht an den Tag gelegtes Einfühlungsvermögen in manchen Dingen entschuldige ich mich. Aber das ist einfach alles zu weit für mich weg, immerhin bin ich auf der anderen Seite der Welt und habe hier viel zu tun.


So weit.

Muss mich auf den Unterricht vorbereiten <3

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Heute hatte ich ein sehr schoenes Erlebnis, was widerspiegelt, wie angepasst ich doch bin.

Das heutige Restaurant, das mich schon mit dem lieblichen Geruch von gruenem versifften Aquarium und sonstigen undefinierbaren Geruechen empfing, hatte ein riesen Buffet.

Laut dem Stadtfuehrer auch sehr lecker.

Nunja.
Ich wollte eh nur einen Salat essen, daran konnte man ja nicht allzuviel falsch machen.
Ein Teller voll von lecker gruenem Salat, Gurke, Moehren und Ei.
Schoen Essig und Oel, jammi.
Doch waehrend ich die Gabel in Richtung meines Mundes fuehrte, bemerkte ich das aus dieser etwas tanzte.
Mein Salat lebte !
Es war keine Ahnung eine Raupe/Larve ...

Froehlich argentinisch rief ich durch den Raum "Ché, mira! Mi ensalada vive!" (Ey schau ma, mein Salat lebt)

Jippiiii Nachtisch.

Sah aus wie Schokopudding.
...
Keine Ahnung was es war, aber irgendwie ... naja hatte ich das Gefuehl andere Sachen zu speisen :D ..
Aber auch dies kann man ganz Gut mit ein wenig Sosse uebertuenchen.

Fazit: Mir gehts prima und ich freu mich schon auf mein naechste Mahlzeit (keine Ironie)

Das Leben kann so einfach sein.
Und wieder hat mir ein Mariachi ein Lied gesungen.
Woraufhin ich beschlossen habe hier fein noch ein wenig Gitarre zu lernen (aber nicht dieses Rock usw Zeug, sondern schooooen akustik ) ...

"En América mia no hay dolooor .... " *summ*

Ach ja.

Gestreikt wurde in San Miguel de Tucuman auch.
Die Aerzte.

Tengo fiaca.
No quiero escribir mas.

CHAU

Sonntag, 18. Oktober 2009

Reise

18.10.-25.10 in Santiago del Estero =)

Samstag, 10. Oktober 2009

Nach einem Monat in Argentinien

Nach einem Monat in Argentinien kann ich nur sagen:

- geil.


Das Leben hier gestaltet sich im Allgemeinen einfach irgendwie angenehmer als in Deutschland. Lockerer, nicht so spießig.
Trotz der "Kriminalität", die auf mich persönlich nicht schlimmer als in Deutschland wirkt, um jeglichen Irrglauben mal auszuräumen. Es ist nicht unsicherer, man muss sich nur anders Verhalten als ich Deutschland.

Alles so, wie ich es mir immer vorgestellt hab, nur noch besser!

Es stimmt, wenn man sagt:
wer einmal in Lateinamerika war, wird wieder kommen.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Para retener el CHE en nuestra memoria

Ernesto "Ché" Guevara ( *14.6.1928 - †9.10.1967)





Aquí se queda la clara,
la entrañable transparencia,
de tu querida presencia
Comandante Che Guevara.

Samstag, 3. Oktober 2009

....

Etwas Heimweh..
Vielleicht auch etwas mehr Heimweh.

Montag, 28. September 2009

Arbeiten und Königinnen

Eigentlich sollte ich schlafen.
Aber ich habe noch garnicht von meiner Arbeit in der Stiftung berichtet. Also die Stiftung (Fundacón) Germán A. Wachnitz, wurde von Gisela vor einigen Jahren gegründet.
Meine 2 Chefinen, Ingrid und Gisela, sind die gechilltesten. Wobei Gisela meist alles auf einmal erledigen möchte, was mich und Ingrid ein wenig (positiv) verzweifeln lässt.
In der Fundacion sprechen wir ein Kauderwellsch aus Castellano&Alemán.
Die Stiftung selbst gibt Deutschunterricht (kostenpflichtig/privat) und kooperiert mit vielen wohltätigen Einrichtungen, wie z.B ein Kinderheim.
Verbindungen nach Deutschland bestehen auch, für Au-Pairs, Schüleraustausch und Voluntäre in allen Formen, Möglichkeiten und Farben.
Morgen beginnt meine 3. Arbeitswoche.

Meine Arbeit bisher:
Unterrichtsmaterial bestellen, E-Learning Seiten suchen, eine Ausstellung über alle Projekte anlässlich des 90 jährigen Bestehens von Eldorado vorbereiten, Assistentin im Deutschunterricht - sowohl in der Fundación, als auch in einer PaSch - in der PaSch werde ich demnächst dann auch die ein oder anderen Sachen für den Unterricht machen, wie mich auch selbst vor die Klasse stellen,
darüberhinaus stehe ich den Schülern immer bereit für Konversationen (auch via MSN in meiner Freizeit)


Spanischunterricht bekomme ich auch.
Also das dürfte ein kleiner Einblick in meine Arbeit sein. Habe viel Spielraum auch für eigene Ideen.

Anlässlich des Geburtstags darf ich sogar in einem Apfelgrünen T-Shirt mit der Stiftung marschieren. Meine Gastmutter wird Fotos machen ...

Mit Gisela war ich auch schon in einem Armenviertel, das ein wenig außerhalb der Stadt liegt, wie immer wenn es um unangenehme Dinge im Leben geht.
Liebe Menschen sind das, sehr freundlich.
Die Lebensbedingungen sind jedoch mieserabel, wenn man Glück hat, dann gibt es Wasser.

Die Hütten bestehen aus einfachen Holzbrettern, bei starken Stürmen/Gewittern wars das dann aber auch mit denen.
Mit dem Holz verdienen manche ein paar Pesos.
Diese Holzhütten stehen auch außerhalb der Städte am Straßenrand.
Los pobres.
Die Kinder spielen im Dreck, haben nicht mal umbedingt Schuhe, geschweige denn Klamotten.
Es kam jedoch eine Spende rein, die wir demnächst verteilen werden.

Man hat mir schon richtig gute Geschichten bezüglich der Barrios de los pobres erzählt.
Wenn was ist für das demonstriert werden soll, werden Freßpackete verteilt, damit die Armen ein wenig demonstrieren.
Vor Wahlen wurden schon linke Schuhe verteilt ... nach der Wahl sollten eigentlich

arm beklaut reich, reich beklaut arm

Ein weiteres Problem an den Armenvierteln ist, dass Argentinier selten an "Morgen" denken.
Daher ist die Hilfe zur Selbsthilfe wichtig.
Nach dem Wirtschaftscrash in Argentinien kommen die Leute jedoch aus ihrem Trott nicht mehr heraus.

Nichts desto trotz gibt es in Argentinien immer etwas zu feiern.
Oder jemanden zum Krönen.
In meinen 2 Wochen in Eldorado war ich bereits auf 3 Krönungen.
Hübsche junge Damen.
Jedoch fall ich auch jedes Mal auf.
Ich weiß nicht, woran das liegen könnte .... *hust*

Den Abend habe ich ganz gemütlich nebenan bei meiner Gastschwester verbracht, mit ihrem Freund und einen bekannten von den beiden.
Als hätte man es nicht schon an den Piercings feststellen können, fanden wir heraus, dass wir die selben musikalischen Vorlieben teilen, alle keine Lust haben morgen/heute früh aufzustehen und haben einen recht sinnfreien Film auf uns einrieseln lassen, während jeder fröhlich seinen Mate geschlürft hat.


Während der Unterhaltung über Konzerte, wurde mir bewusst, wie priviligiert ich eigentlich bin.
Und ich muss ehrlich sagen, dass ICH persönlich mich damit ein wenig blöd fühle.
Die 3 sind welche von der kleinen argentinischen "Mittelklasse" (gott, diese Klassifizierung, zum Kotzen) also locker überlebensfähig aber nicht in Saus und Braus lebend.
Wenn man dann aber hört, dass die ewig dafür sparen müssen um auf ein Konzert zu gehen, von dem ich mir einfach morgen die Karte holen würde, dann will man die Welt verbessern und sieht vor allem seine nächste Konzertkarte mit anderen Augen.

Man wollte mir nicht glauben, dass ich keinerlei musikalisches Talent besitze, weder zum Tanzen, noch zum Instrumentspielen.
Das werde ich bei Gelegenheit beweisen.
Ich kann nur ganz gut rumbrüllen :)
Was ich jedoch sehr genieße, endlich mal wieder das Nesthäckchen zu sein.
In Deutschland bin ich ja schon ein alter Hase x)

So jetzt aber wirklich Heia.
Weil bis zur Siesta muss immerhin 4h gearbeitet werden.
Und die Siesta geht sowieso immer an mir vorbei, weil ich die Zeit zum Chatten nutze (:

Mittwoch, 23. September 2009

Zitat

"Warum geht man fort?
Damit man zurückkehren kann, um den Ort, den man verlassen hat, mit neuen Augen und zusätzlichen Farben zu sehen.
Und auch die Menschen dort sehen einen anders.
Dorthin zurückzukehren, wo man begonnen hat, ist nicht das Gleiche, wie nie zu gehen."


aus Terry Pratchetts "Ein Hut voller Sterne"

Dienstag, 15. September 2009

Endlich erste Eindrücke

So, wie der Flug war interessiert bestimmt keinen, ich bin ja angekommen.
Und das auch sehr gut.

Fangen wir mal mit dem Verkehr in Buenos Aires an:
Autos fahren da, ja, die wären in Deutschland schon lange im Museum oder verschrottet. Wohl eher zweiteres.
Spuren einhalten, das gibts auch nicht, am besten blockert man 3 auf einmal, damit man flexibel ist.
Argentinien, das Land mit den meisten Verkehrstoten, so heißt es.
Ich kanns mir auch sehr gut vorstellen.
Da würde ich nie fahren.

Buenos Aires:
RIESIG.
Berlin ist dagegen klein und überschaubar.
Es gibt recht schöne Seiten und recht unschöne Seiten an Buenos Aires.

Unschön:
- viele Autos
- viele Menschen
- schlechte Luft
- viele Straßenhunde :( los pobres
- große Kluft zwischen Arm und Reich
- ähm, groß ^^

Schön:
- schöne Plazas
- Gelassenheit (dazu später)
- tolles Essen *jammy* ja und das ohne "Darmerkrankungen" und das gilt sogar für mich, und das obwohl ich soeinen empfindlichen Magen habe :)
- tolle Leute
- eigentlich eine tolle Atmosphäre

Natürlich hatte ich die 2 Tage die ich dort war nicht genug Zeit, um alles zu sehen.
Julio ist mit mir eine Runde durch La Boca gefahren/gelaufen.
Man erkennt dort sehr gut eine gesellschaftliche Kluft.
Aber an sich wirklich schön anzusehen, also das turistische La Boca.

Busfahren ist ein Erlebnis für sich.
Da meine liebe Ivana und der liebe Julio auch arbeiten gehen müssen, hatte ich die Ehre mit dem Bus fahren zu dürfen.
Das muss man erlebt haben, das ist keine Ironie.
Nachdem ich den ganzen Tag über mit Julio das Szenario im Bus üben durfte und ihm tausendmal gesagt habe welcher Bus ins Centro fährt und welcher aus dem Centro kommt und welche Busnummer und was ich zum Busfahrer sagen muss etc pp usw ...
Ja, da durfte ich endlich los.
Natürlich war morgens keiner mehr im Haus.

Aus irgendeinem Grund bin ich duschen gegangen und einfach los in Richtung Bushaltestelle.
In Deutschland schaut man für gewöhnlich, wann überhaupt ein Bus kommt, nicht wahr?
Dieser Aspekt blieb gänzlich aus.
ICh weiß garnicht wieso, aber ich bin einfach losgelaufen. Spontan wie's in Argentinien wichtig ist.
Ja ich kam gerade an und dann kam auch shcon der Bus.
Randnotiz: Es gibt keine Fahrpläne in Argentinien ;) man geht einfach los.
Irgendwie hatte ich das schon verinnerlicht, ohne dass es mir jemand gesagt hatte.

Damit habe ich das argentinische "schaun ma mal" verinnerlicht.

Es ist nicht nur ein Gerücht, dass die Leute in Argentinien gastfreundlich sind, sie sind es auch wirklich ;)

Damit fasse ich zusammen:
- gasfreundlich
- höflich
- flexibel/spontan/gelassen

Was noch wirklich stimmt : VIEL FLEISCH!!!!!!

Doch auch das ist eine Geschichte für sich.

Wir sind mit dem Goethe Institut in ein Restaurant gegangen.
Oh ja ich hatte Lust auf Fleisch =)
Also habe ich mir ein Steak bestellt.
Kostenpunkt: 6 oder 7€
Was habe ich bekommen?
- EINEN 400g BATZEN FLEISCH ! ... OHNE Beilagen :) Gott, geil!
Richtig lecker.
In Argentinien muss man Fleischesser sein, sonst ist man hier wirklich verloren.
Ich habe schon viel Fleisch gegessen, aber das Fleisch hier topt alles.

In Eldorado wurde ich gestern auch erstmal mit einer Grillparty im kleinen Kreise begrüßt, während Merle, die andere Freiwillige verabschiedet wurde.
Man muss sich die Küche, bzw den Gemeinschaftsraum wie einen Wintergarten vorstellen.
In diesem Wintergarten sind einige Tische, eine Küche ... und jetzt das Beste.
Diese Küche hat quasi einen eingebauten Grill!
EINGEBAUTEN GRILL !!!
So mittlerweile finde ich das Grillen in Deutschland schon lächerlich :) .. nichts für ungut.

Busfahren in Argentinien:

Klasse: super cama (super Bett)
3 Sitze pro Reihe, alle kann man fast waagrecht machen und hat dann quasi ein Bett.
Ultra bequem!
Dann gibt es dort noch einen netten Kellner, der einem Wasser/Cola/Champus/Wein usw serviert. Essen natürlich auch. ( Fleisch ... )
Allerdings hatte ich als einzige Insassin des Busses die Ehre eine lange Unterhaltung mit dem Kellner zu führen.
Ich hatte kein Hunger und dann durfte ich gleich meine Lebensgeschichte erzählen, bis zu dem Zeitpunkt im Bus.
Naja, ich hatte einfach schon von Ivana total geiles Essen bekommen :D
Hier macht man sich einfach Sorgen, wenn man nicht essen möchte.
Gut, wir hatten auch noch die Diskussion, ob er nicht den Film auf Spanisch zeigen kann usw.
Der war echt freundlich, der hat viel Trinkgeld bekommen.

Trinkgeld ist sehr wichtig hier!
SEHR WICHTIG!
Wenn ich den 10Pesos in die Hand drücke sind die so unglaublich glücklich .. und ich bin nicht mal 2€ los.
So sind die Verhältnisse hier halt.

Ein paar Wörtchen zu Eldorado.
Kleinstadt mit rotem Boden.
Aber auch für eine Kleinstadt ist es hier sehr laut.
Man trifft sich halt auf der Straße.

Meine Gastmutter ist ok.
Leider macht sie so unheimlich viel für mich, dass ich echt ein schlechtes Gewissen bekomm.
Und immer wenn ich helfen will braucht sie keine Hilfe... naja für die nächsten Tage noch, denke/hoffe ich :)
Hier gibt es eine Dackeldame, Lulu, und ein kleinen Hundeherr Chiche. Die sind ganz ulkig.
Aber am Besten ist die Schildkröte, vor allem wenn man sie beim Essen beobachten darf *chap* xD ... Habe das natürlich gefilmt, damit jeder Spaß damit hat und sich *chap*-denken kann. http://www.youtube.com/watch?v=hHAt9IEM3-E
Ich habe ein eigenes Zimmer mit eigenem Bad und jetzt sogar ein Internetkabel. Que bueno!

Morgen ist mein erster Arbeitstag, allerdings weiß ich nicht wann ich da sein soll.
Ich zitiere:
"Wir sagen dir morgen Mittag bescheid"
AAHHHJA !
Die Argentinische Flexibilität lässt grüßen.
Jetzt muss ich nurnoch wissen, wann ich aufstehen soll :)

Mosquito, gibts.
Habe schon 2 getötet, man greift mich halt nicht an :)
Viieeeel einschmieren mit Mückenschutz.
Blanca attackieren sie nicht :(
manno ...

Nungut.
Bilder lade ich heute nicht mehr hoch.
Wann anders.
Jetzt gibts erstmal Abendessen (22.16 Ortszeit)

Gute Nacht :)

Ich werde weiter darüber philosophieren, ob ich gerade langsamer am altern bin:D
In Deutschland habe ich ja schon seit 3h Geburtstag, aber hier noch nicht.
Alter ich dann 5h langsamer während ich hier bin =)?
hmm...

Freitag, 4. September 2009

Berlin y el Instituto Cervantes

Liebe fremde Leser,
liebe regelmäßige Leser,
liebe Verwandte,
liebe Freunde,


gestern waren wir in Berlin.
Warum?

Wir wurden in verschiedene Institutionen eingeteilt, die mit einem Sprachraum zu tun haben und dementsprechende Arbeit leisten.

Ich hatte das Vergnügen ins Instituto Cervantes zu dürfen.
Das Instituto Cervantes hat in etwa die selben Aufgaben wie das Goethe Institut.
Sprach- und Kulturarbeit vereinfacht gesagt.
Habe mich darin so richtig wohl gefühlt und von der Bibliothek wollte ich mich garnicht verabschieden.

Anschließend ging es weiter in die Stadt, Freizeit.
Nach einer leckeren und günstigen Pizza im Prenzlauer Berg habe ich noch ein wenig Alibikultur gemacht.
Alexanderplatz, Reichstag, Kanzleramt, Bundesrat. Kenn dat ja alles schon, nech :)
Ein paar Bilder sind in meiner Gallerie, also ich hoffe die Verbindung schafft das.

Am Dienstag geht es noch ins Auswärtige Amt.

Heute ein wenig über Diskriminierung, Vorurteile, Kulturshock usw geredet.

Das Essen schmeckt mir allerdings immer noch nicht (c: