Dienstag, 24. November 2009

Meine Tätigkeiten.

So nach einiger Zeit im Land meiner Träume sollte ich nun doch endlich mal von meinen Aufgaben erzählen.
Zumal sich jetzt endlich alles zu organisieren scheint. War einfach viel los in letzter Zeit, gut jetzt auch.
Wie man gemerkt hat, bin ich kaum noch online etc pp.

Also.

Horario: 8 - 12 und 15 - 19 Uhr (variiert)

Morgends bin ich überwiegend in der Fundación!
Was ich da mache:

- Inventar schreiben
- Lehrmittelbestellungen
- Mir Sachen zum Basteln einfallen lassen (+ am Nachmittag, oder am Morgen mit den Schülern basteln)
- Ausstellungen vorbereiten
- Viele Listen schreiben
- Ständig renn ich zum Fotocop. um Kopien machen zu lassen. Sind schon meine Freunde da, jaja, wenn ich komm gibts Arbeit.
- Mittags oder morgens bin ich auch mal mit im Unterricht und helfe oder unterhalte mich einfach nur mit den Schülern.
- usw usw. (glaube das reicht für einen Einblick)

Was mache ich, wenn ich nicht in der Fundación bin?

- Instituto Familar, bisher gibt es 2 Deutschklassen. Ich helfe der Deutschlehrerin Eleonora immer. Entweder bereite ich etwas vor, wir beraten uns vorher oder ich komme einfach mit, setzt mich rein und helfe denen dann bei ihren Aufgaben.

- Vergangene Woche war ich jeden Nachmittag im Museum um die Ausstellung bezüglich 20 Jahre Mauerfall zu betreuen. Interesse war nicht sehr groß, aber por lo menos kam eine Schulklasse, der ich bisschen was erklären konnte. Liebe Leute waren das.

- Wie man vielleicht irgendwo lesen konnte, bin ich manches Mal auch schon im Armenviertel gewesen. Bzw an der dortigen Schule, dessen Lehrerin bei mir direkt um die Ecke wohnt. Dort haben wir Spenden aus Deutschland verteilt. Zustände herrschen da ... das bricht einem das Herz.

- Da jetzt bald Ferien sind, werden wir wohl organisieren, dass ich mich ein wenig um eine Gruppe von komplizierten Jugendlichen kümmere. Das würde mich sehr freuen.


Wie man sieht, ein breites Aufgabenspektrum. Kulturell und sozial. Ich finds prima :-)

Für alle die es noch nicht gemerkt haben, ich habe außerdem mein Fotoalbum neu strukturiert. Es gibt jetzt neue Ordner und neue Bilder.

Dass ich nicht oft online bin liegt daran, dass ich mir das Internet größtenteils abgewöhnt habe. Das ist ein richtig befreiendes und erleichterndes Gefühl :-) rate ich jedem seinen Internetkonsum zu minimieren :)

So.
Zeit fürs Bettchen. (Ist wirklich ein Bettchen, urrrbequem, aber meine Beine sind zu lang. Oder die Latinos alle zu klein)

Montag, 16. November 2009

Angepasst.

- Pünktlich ist man nur, wenn man 15min zu spät (aus dt.Sicht) kommt.

- Siesta von 12.20 - 16.30 (für mich nicht, da meine beiden Cheffinnen dt. Abstammung sind :-( )

- Wenn man morgens um 6 aus der Disco kommt, trifft man mind. 1 Mutter die auf dem Weg zur Arbeit ist.

- Vor 2 Uhr geht man nicht in die Disco.

- Wenn man erst zum Mittagessen aufsteht macht man danach totzdem Siesta.

- In Argentinien muss man zumindest immer alles probieren.

- "después" - später,danach, .... oder nie :]

- Optimale Wassertemp. für einen leckeren Yerba Mate 70°C

- Als Frau wird auf einen aufgepasst! Das macht die Frau nicht selber.

- Daraus folgt, wenn man aufs Klo geht meldet man sich ab und bekommt trotzdem eine Sms ob man dort angekommen ist. (Schlimmer als Mami!)

Zum Schluss:

- Ein "ich kann/ich will nicht tanzen" gibt es nich. Zumindest nicht für die Leute mit denen man unterwegs ist. Widerstand ist zwecklos.

- Tanzen ist das lateinamerikanische Lebensgefühl es geht nicht ohne!

Sonntag, 1. November 2009

So isses




isch die beschde. (:
auch, wenn es oft meinungsverschiedenheiten gibt. aber anders wärs ja langweilig.

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Verlängerung

Aus einem halben Jahr, wird jetzt ein ganzes Jahr!

Auch wenn man manchen damit auf die Füße tritt, aber diese Möglichkeit habe ich nie wieder.

Für nicht an den Tag gelegtes Einfühlungsvermögen in manchen Dingen entschuldige ich mich. Aber das ist einfach alles zu weit für mich weg, immerhin bin ich auf der anderen Seite der Welt und habe hier viel zu tun.


So weit.

Muss mich auf den Unterricht vorbereiten <3

Donnerstag, 22. Oktober 2009

Heute hatte ich ein sehr schoenes Erlebnis, was widerspiegelt, wie angepasst ich doch bin.

Das heutige Restaurant, das mich schon mit dem lieblichen Geruch von gruenem versifften Aquarium und sonstigen undefinierbaren Geruechen empfing, hatte ein riesen Buffet.

Laut dem Stadtfuehrer auch sehr lecker.

Nunja.
Ich wollte eh nur einen Salat essen, daran konnte man ja nicht allzuviel falsch machen.
Ein Teller voll von lecker gruenem Salat, Gurke, Moehren und Ei.
Schoen Essig und Oel, jammi.
Doch waehrend ich die Gabel in Richtung meines Mundes fuehrte, bemerkte ich das aus dieser etwas tanzte.
Mein Salat lebte !
Es war keine Ahnung eine Raupe/Larve ...

Froehlich argentinisch rief ich durch den Raum "Ché, mira! Mi ensalada vive!" (Ey schau ma, mein Salat lebt)

Jippiiii Nachtisch.

Sah aus wie Schokopudding.
...
Keine Ahnung was es war, aber irgendwie ... naja hatte ich das Gefuehl andere Sachen zu speisen :D ..
Aber auch dies kann man ganz Gut mit ein wenig Sosse uebertuenchen.

Fazit: Mir gehts prima und ich freu mich schon auf mein naechste Mahlzeit (keine Ironie)

Das Leben kann so einfach sein.
Und wieder hat mir ein Mariachi ein Lied gesungen.
Woraufhin ich beschlossen habe hier fein noch ein wenig Gitarre zu lernen (aber nicht dieses Rock usw Zeug, sondern schooooen akustik ) ...

"En América mia no hay dolooor .... " *summ*

Ach ja.

Gestreikt wurde in San Miguel de Tucuman auch.
Die Aerzte.

Tengo fiaca.
No quiero escribir mas.

CHAU

Sonntag, 18. Oktober 2009

Reise

18.10.-25.10 in Santiago del Estero =)

Samstag, 10. Oktober 2009

Nach einem Monat in Argentinien

Nach einem Monat in Argentinien kann ich nur sagen:

- geil.


Das Leben hier gestaltet sich im Allgemeinen einfach irgendwie angenehmer als in Deutschland. Lockerer, nicht so spießig.
Trotz der "Kriminalität", die auf mich persönlich nicht schlimmer als in Deutschland wirkt, um jeglichen Irrglauben mal auszuräumen. Es ist nicht unsicherer, man muss sich nur anders Verhalten als ich Deutschland.

Alles so, wie ich es mir immer vorgestellt hab, nur noch besser!

Es stimmt, wenn man sagt:
wer einmal in Lateinamerika war, wird wieder kommen.